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Dschibuti: Politisches Porträt

15.06.2026 - Artikel

Die nach französischem Vorbild strukturierte Präsidialrepublik Dschibuti ist aufgrund ihrer relativen Stabilität und herausgehobenen geographischen Lage am Horn von Afrika ein wichtiger geostrategischer Partner. Die USA, China, Frankreich, Italien und Japan betreiben dort dauerhaft Militärbasen. Auch Spanien spielt eine wichtige Rolle in Dschibuti und hat seit 2008 ohne Unterbrechung militärische Kräfte im Rahmen von EUNAVFOR ATALANTA vor Ort. Die Regionalorganisation IGAD (Intergovernmental Authority on Development) hat ihren Sitz in Dschibuti, das seit Juni 2023 auch den Vorsitz innehat. Ein Wechsel des IGAD-Vorsitzes ist zeitlich überfällig, dieser kann jedoch nur auf einem nächsten IGAD-Gipfel von den IGAD-Staats- und Regierungschefs beschlossen werden.

Präsident Guelleh regiert den Kleinstaat seit 1999. Bei den Präsidentschaftswahlen am 10. April 2026 wurde er für eine sechste Amtszeit im Amt bestätigt. Der seit 2005 amtierende Außenminister Mahamoud Ali Youssef wurde im Februar 2025 zum Vorsitzenden der Kommission der Afrikanischen Union gewählt. Außenminister Dschibutis ist seit dem 01.04.2025 Abdoulkader Houssein Omar.

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