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Dschibuti: Politisches Porträt

14.06.2021 - Artikel

Die nach französischem Vorbild aufgebaute Präsidialrepublik Dschibuti ist aufgrund ihrer Stabilität und Lage am Horn von Afrika ein wichtiger geostrategischer Partner.

Präsident Guelleh regiert seit 1999 in fünfter Amtszeit, nachdem er im April 2021 mit großer Mehrheit wieder gewählt wurde. Bei den Parlamentswahlen im Februar 2018 wurde die Regierungskoalition (Union pour la Majorité Présidentielle) mit 58 von65 Sitzen im Amt bestätigt. Zudem wurde erstmals eine Frauenquote von 25% der Abgeordneten eingeführt. Als Ergebnis einer aktiven Frauenförderung sind in der ansonsten muslimisch geprägten Gesellschaft Frauen zunehmend in Politik und Wirtschaft präsent sowie auch im Justizbereich. Die Hauptstadt hat eine Oberbürgermeisterin.

In der dschibutischen Politik spielen Zugehörigkeit zu Ethnien und Clans eine wichtige Rolle, 60% der Bevölkerung zählen zu den somalisch-stämmigen Issa, ca. 35% zu den Afar.

Trotz Fortschritten bei der Menschenrechtslage wird immer wieder über willkürliche Verhaftungen und Einschränkungen grundlegender demokratischer Rechte berichtet.

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